Qigong stellt neben Akupunktur und Arzneimitteltherapie einen bedeutenden Zweig der traditionellen chinesischen Heilkunde dar. Heilkunde wird hier in einem umfassenden Sinne auch als Kunst der Lebensführung oder Kultivierung der Lebenskraft verstanden.
Die Qigong-Übungen beeinflussen körperliche, seelische und geistige Funktionen im Sinne einer Regulation und Stärkung durch bestimmte Körperhaltungen und Bewegungen, Atemübungen und Übungen mit der Vorstellungskraft.
In den vielfältigen Übungsformen des Qigong werden Körper, Atem und Geist, äußere Bewegung und innere Ruhe, äußere Ruhe und innere Bewegung harmonisch miteinander verbunden.
Qigong hat eine lange Tradition, die sich bis vor unsere Zeitrechnung zurückverfolgen lässt. Die Übungen lassen den Einfluss der grossen philosophischen Schulen Chinas erkennen. Die Konzepte der traditionellen chinesischen Medizin, die auch der Akupunktur zugrunde liegen, finden sich in den Übungen des Qigong wieder.
Durch die Möglichkeit, die Übungen gemäß den individuellen Bedingungen anzupassen und auszuwählen, können Qigong-Übungen unabhängig vom Alter und weitgehend unabhängig vom Gesundheitszustand von jedem erlernt und geübt werden.
Für das Erlernen von Qigong-Übungen ist die Anleitung durch eine/n erfahrene/n Lehrer/in notwendig.
Qigong-Übungen finden aufgrund ihrer umfassenden Wirkung in körperlicher, seelischer und geistiger Hinsicht in der allgemeinen Gesundheitsbildung, im künstlerischen Bereich und in der Pädagogik Anwendung.
Der Anwendungsbereich von Qigong umfasst Gesundheitsbildung, Gesunderhaltung, Prävention, Therapie chronischer Erkrankungen, Linderung von Beschwerden, Rehabilitation, Schulung von Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit, Bereicherung für die künstlerische Tätigkeit.